Dienstag, 10. März 2009

Freitag, 25. April 2008

Umzug

Wichtige Mitteilung. Wir sind umgezogen.
Neue Adresse ist:

http://freiebildung.wordpress.com/

Die haben coole Features, die wollen wir unbedingt!

Mittwoch, 23. April 2008

Elmar der Rutschbahnhallodri

(Papa)
Letztens (am Samstag) waren wir auf dem Spielplatz (mal wieder).
Dort war ein kleines Kind namens Elmar und sein Eltern.
Elmar kletterte also auf dem Spielgerät herum. Dann hüpfte er auf der Hängebrücke. Schon kam sein Vater an: "Elmar, das ist nicht zum Spielen da. Kletter hoch, und rutsch runter. Dafür ist es da."
Aber Elmar machte weiter Probleme. Er stieß sich den Kopf. Der Vater bekam einen Gesichtsausdruck, den aussah, als würde er folgende Gefühle alle zusammen wiederspiegeln: Oh Gott, Der Regenwald ist abgeholzt, die Flüsse sind ausgetrocknet, das jüngste Gericht steht vor der Tür, ich habe meine Steuererklärung vergessen, und wir werden alle sterben.

Ja, Elmar hatte sich den Kopf an einer Stange gestoßen. Weinte Elmar? Nein. Schrie Elmar? Nein. Verzweifelte Elmar an der Ungerechtigkeit der Welt und der Stangen insbesondere? Auch nein. Elmar machte, was die meisten Kinder machen, wenn sie sich den Kopf stoßen. Er fiel hin und stand wieder auf.
Dann kam der Vater: "Elmar, hast Du Dich verletzt? Tut's Dir weh? Wo tut's Dir weh? Wie weh tut's denn? Siehst Du? Nur rutschen!"
Elmar antwortete nicht.
Ein paar Minuten später entdeckten Elmar und Chopper sich. Sie kletterten die Rutschbahn hoch. Sobald sie halb oben waren, ließen sie los und rutschten sich gegenseitig über den Haufen.
Das Lachen und die Freude war groß.
Die beiden hatten so viel Spaß zusammen.
Irgendwann war dann Heimgeh-Zeit für Elmar. Er wurde hermetisch verpackt, mit allen möglichen Knie-, Kopf-, Arm-, Bein- und Rückenschonern versiegelt und dann auf sein Fahrrad gesetzt.
Dann versuchte er davon zu fahren (mit dem Fahrrad). Dabei fiel er natürlich öfter hin (er konnte sich unter seiner Versiegelung ja kaum noch bewegen).

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es das ist, worauf sich der Umgang mit Kindern mittlerweile reduziert hat. Ruhigstellen, Verpacken, zur Schule schicken.

Für einen Moment (mit einem Ähnlichaltrigen in diesem Fall) hatte Elmar das Glück, Elmar sein zu dürfen.

Doch ich glaube es ist nicht das Alter, sondern es sind die Interessen. Menschen brauchen Menschen mit ähnlichen Interessen. Menschen, die ihnen nicht ein Muss und eine Autorität befehlen können.
Das können Ähnlichaltrige sein, aber auch ganz ausgewachsene Menschen, ja sogar Rentner.
Für keinen Menschen sind Ähnlichaltrige unersetzbar. Ähnlichaltrig ist nicht mal eine Qualität an sich. Es ist eine Zahl, von der wir nicht mal wüssten, wenn wir nicht zählen könnten.

Menschen brauchen gleichberechtigte Menschen - alle, egal welchen Alters.


Woher ich diesen Glauben nehme? 5 Minuten nach Elmars stolpriger Abreise, kam ein anderer Mensch in Choppers Alter. Chopper ging mehrmals hin und wollte mit ihm spielen. Fehlanzeige!
Warum ich mir erlaube diesen Glauben zu verallgemeinern? Weil ich es immer und immer wieder erlebe, und es meinem eigenen Kontakt-Knüpfen mit anderen Menschen entspricht.
Ich suche mir Menschen mit gleichen Interessen. Egal wie alt.
Dann gibt es keinen Generationenkonflikt mehr.

Freitag, 18. April 2008

Nihon go dozo (2)

(Papa)
Seit gestern lerne ich also mit meinem Sprach-Trainer.
Für das Wiederholen von Wörtern habe ich jetzt zwei Algorithmen eingebaut, einer ist wirklich trivial, der andere ist Sebastian Leitners' Karteikasten.
Mit dem bin ich recht zufrieden, wobei ich schon wieder 10 Punkte gesehen habe, die ich unbedingt!!!! noch verbessern muss. Zusammen mit dem Rest des Programmes mache ich wirklich hayaku Fortschritte :)
Ich kann jetzt schon fast das ganze Hiragana Alphabet und etwas Katakana, und auch schon recht viele Kanjis, so dass ich bei den meisten Chinesischen Plakaten oder Schriften (also auf Geschäften oder so) zumindest schon die Idee erkennen kann.
Diese extremen Fortschritte im Kanji (also den verwirrenden Strichen) verdanke ich aber dem Buch "Nicht überall schreibt man ABC".
Ich habe mir auch noch "Gemalte Wörter" und "Die Kanji lernen und behalten" besorgt - diese finde ich aber nicht so überzeugend.
Hier noch eine Kurz-Besprechung, für alle, die die japanischen Zeichen näher kennen lernen wollen.
Gemalte Wörter ist zu Chinesisch-Lastig und Die Kanji lernen und behalten ist mir zu Mnemotechnisch (also mehr Eselsbrücke).
"Nicht überall schreibt man ABC" bietet dagegen eine Zerlegung der Kanji in ihre Bestandteile und eine etymologische Ausdeutung. Dann kann man es sich merken und das Wissen hat auch Hand und Fuß und ist voll interessant.

Ein Beispiel: Das Kanji für "alt" besteht aus: 10 und Mund. Ein Sprichwort heißt "Eine Nachricht, die 10 mal weitererzählt wurde, ist alt".

Donnerstag, 17. April 2008

Chopper liest 3 (Kleinbuchstaben)

Chopper liest jetzt auch Kleinbuchstaben. Eigentlich wollte ich ja die Kleinbuchstaben vor ihm verheimlichen (warum hab ich schon weiter oben geschrieben) - jedoch kann man wohl einen Menschen nicht unwissend halten (außer er war... na, ihr wisst schon wo).

Wie lernte er jetzt die Kleinbuchstaben, nachdem ich mich ja weigerte das Computerprogramm zu erweitern und sie auch nicht mit ihm übte (so wie mit den Großbuchstaben) ?
Jeden Tag ging er immer wieder zur Tafel und fragte: "Wie geht ein kleines H ?" - "Wie geht ein kleines D?" - "Wie geht ein kleines E" und so weiter.
Ich malte dann immer den Groß- und den Kleinbuchstaben daneben. Ich finde b und d und B und D übrigens sehr verwirrend (das wäre doch mal eine gute Reform - neue Kleinbuchstaben:)
Er fragte immer wieder und irgendwann hatte er dann fast alle.
Dann las er immer wieder irgendwelche Aufschriften und die restlichen ergänzten sich ja - die meisten sehen ja aus wie ihre Großbuchstaben Äquivalente.

Jetzt spielte er gerade Lollipop und die Schlaumäuse (mir gefällt das Spiel überhaupt nicht - einmal ist es von Microsoft - und zum anderen kommt man in dem Spiel durch ausprobieren und raten schneller ans Ziel (und manchmal sogar sicherer) - es ist damit bestimmt eine optimale Ihr-Wisst-Schon-Was-Vorbereitung:)
Auf jeden Fall las er dort jetzt alle Wörter, Klein- und Großbuchstaben wechseln sich dort ab.

Was mir immer noch Sorgen macht ist sein Ch, Sch, S, das sich alles gleich anhört. Gottseidank ist eine Freundin von der Mama Logopädin (und jetzt bald mit dem Studium fertig).
Hat sonst jemand Tipps ? Seine "Rechtschreibung" leidet nämlich darunter (keine Angst - als guter Unschooler verbessere ich ihn natürlich nicht - Rechtschreibung kommt automatisch mit dem Lesen).

Ich freue mich nur mit ihm, ich höre ihm genau zu, und ich helfe ihm, wenn er Hilfe verlangt.

--
Eine kleine Abschlussbemerkung: es scheint mir so, als wäre ihm Schreiben wichtiger als Lesen. Er macht es mehr und automatischer, und manchmal, wenn er auf der Toilette sitzt, oder sich unbeobachtet fühlt, buchstabierte er Wörter vor sich hin (das macht er auch beim Schreiben so).
Kennt dieses Phänomen jemand? Ich dachte immer, Lesen wäre interessant und Schreiben nur lästige Arbeit.

Sonntag, 13. April 2008

Die wahre Geschichte vom hässlichen Entlein

(Papa)
Dies ist eine wahre und sehr persönliche Geschichte über die Hässlichkeit, und aus welcher Richtung ich ihr Kommen vermute.
Angeregt hat mich dazu John Holts' - Aus schlauen Kindern werden Schüler.
Er beschreibt dort, dass geistig behinderte Kinder hässlich werden, weil sie die Erwartungen der anderen untertreffen. Diese anderen sind dann voll Abscheu. Diesen Spüren die Kinder, und mit der Zeit entweicht alle Selbstachtung und Menschlichkeit aus dem Wesen. Bis es so verabscheuenswert geworden ist, dass es die Erwartungen, die die geistige Behinderung in die Reaktionen der anderen Menschen gepflanzt hat, erfüllt.
Wem das alles zu schnell und oberflächlich erklärt war, der kann es ja nachlesen :)

Ich kenne auch so eine Geschichte (eigentlich mehrere, aber von zwei will ich erzählen).
Ich hatte letztes Jahr einen Schüler (Legasthenie und alles andere auch), der war wirklich unansehnlich. Einmal, als er dann die "Legasthenie" (sie war ihm nur angedichtet) bewältigt hatte, sah er für einen kurzen Augenblick auf und lächelte. Sein Gesicht war sonst immer total "entspannt". Keine Regung in der Seele. Kein Mensch hinter seinen Augen.
Er war schon komplett abgestorben. Aber in diesem einen Augenblick, war er richtig schön. Wie ein Mensch, der eine Idee hatte, der Hoffnung spürte. Ich war überrascht und fast schockiert.
Was konnte die Schule nur für ein Monster sein, und was konnte wirkliche Bildung und wirkliches Interesse für einen Menschen bewirken. Seine Augen blitzten für einen Moment.

Und heute erinnerte ich mich an die zweite Geschichte. Auch mir wurde meine ganze Schulzeit gesagt ich sei hässlich. Und es stimmte, ich sah in den Spiegel in der Schultoilette und ich widerte mich an. Wie konnte ich nur so die Klasse betreten? 8 Jahre katholisches Privat-Gymnasium. 8 Jahre Demütigung und Schläge (behindert war ich ja auch noch).

Dann kam die Uni - oder besser schon die Ferien nach dem Abitur. Die Menschen sahen mich an, und auf Parties bekam ich Komplimente. Es war, als wäre über Nacht aus schwarz weiß geworden.
Ob ihr das glaubt oder nicht: Seit dem Tag, an dem ich die Schule verließ, nannte mich nie wieder jemand hässlich. Immer, wenn ich ein Kompliment bekam, antwortete ich, dass man mich nicht quälen soll, ich wisse, dass es nicht stimmt. Sie fragten dann, woher ich es wisse. Als ich den Grund erzählte, schüttelten sie nur den Kopf und sagten so etwas wie: "Komisch".
Mittlerweile bin ich mir gewiss: "Kein Mensch wird hässlich geboren". Unterschiedlich schön, das ja. Aber für das Hässlich-Werden, dafür haben wir die Sozialisation und die Selektion von Kindern durch Kinder.

Samstag, 12. April 2008

Choppers World

(Mama)
Chopper hat uns heute mit ein paar seiner Gedanken überascht - im positiven Sinne.
(Ich werde die Dialoge auf Englisch schreiben, denn das waren sie auch)
Der erste Gedanke:
Bei uns gab es Spaghetti, und er sagte:" Look, the noodles look like my guts. When I eat them, my guts say - yippie, there's a friend!"

Und der zweite:
Chopper ist zur Zeit sehr an der Embryogenese interessiert. Also gehen wir das Schritt für Schritt zusammen durch. Wir beginnen bei den zwei Zellen, die nur die Hälfte der DNA, der Information, enthalten, die dann zu einer Zelle mit der kompletten Information werden.
Und genau bei diesem Schritt warf Papa ein: "One cell is a sperm and it's delivered via email".
Chopper dachte kurz nach.
"No,"sagte er dann, "it's delivered via body".
(Er hat von uns keine Information darüber, wieso sich die zwei Zellen treffen und woher sie kommen. Ich gebe mir immer Mühe, seine Fragen exakt zu beantworten, ohne ihm viele Randinformationen zu geben. Wenn er danach fragt, wie ein Baby im Bauch wächst, dann bekommt er die Information, aber da er nicht danach gefragt hat, wie das Baby dahinkommt, lasse ich den Teil auch weg. Seine nächste Frage muss er schon selber finden:) )

Rabenvater Reloaded and Rabenvater Revolutions

Diese Woche war Rabenvater in Reinkultur. Ich wurde krank (eine Erkältung - keine Wärmflasche mehr, da verweichliche ich zu schnell). Also musste ich viel im Bettchen bleiben, und konnte auch nur wenig vorlesen.
Und was passierte ? Alle Eure Prophezeiungen haben sich erfüllt. Die Kinder haben sich:
1.) Prima alleine beschäftigt
2.) Bei mir am Bettchen Kassetten angehört (Chopper kann jetzt auch die Kassette umdrehen, endlich!)
3.) Gekuschelt
4.) Gekichert und Gelacht
5.) Chopper rennt fast bei jedem 4. Wort zur Tafel und schreibt es hin. Seine Sprachschwierigkeiten machen sich bemerkbar. Er schreibt z.B. SERE (für Schere) - dazu aber noch ein gesonderter Post


Leider konnten wir keine Freunde besuchen. Nami war auch krank (sie hat mich ja angesteckt) und Chopper war ganz leicht krank.
Nur die Mama kam jeden Tag nach Hause, von ihren Klasse 4 Lasern (abgeschwächt für die Studenten).
Eines Tages habe ich dann mit den Kindern den CD-Player untersucht und besonders die Laser-Linse.

Die nächsten 6 Wochen geht die Mama wieder in ein Praktikum (nur Mi,Do,Fr). Das wird noch einmal spannend.

Ich frage die Mama, warum sie denn soviel Druck macht. Sie will jetzt endlich fertig werden. Das kann ich verstehen, denn fast alle, mit denen sie angefangen hat, sind jetzt schon bei der Diplomarbeit.

Sie hat dafür schon zwei Kinder und wurde gerade in ihrer Arbeit befördert :) Das ist doch auch was.
Und sie hat jetzt endlich ihr Vordiplomszeugnis abgeholt. Das lag ja schon einige Zeit in der Uni rum.

Warum aber die Titel Reloaded und Revolutions ? Ich beziehe mich darauf eindeutig auf die Matrix. Wir sind aus der Matrix ausgebrochen. Wir sind Frei-Bildende. Wir haben den Schlauch aus unserem Kopf gezogen und uns von der sinn-entleerenden Schule entfernt, hinaus in die echte Welt.
Und umso mehr man draußen ist, desto mehr scheinen einem die Alltagsprobleme von damals wie die Illusionen, die sie waren.
Wir haben keine Probleme mit der Schule, wir haben die Matrix verlassen - "there is no school".

Sonntag, 6. April 2008

Selbständigkeit - eine Woche mit dem Rabenvater

(Papa)
Wahrscheinlich oute ich mich jetzt ein für alle mal als Rabenvater, aber ich will mal erzählen wie es letzte Woche so war, als Mama im Praktikum war (meistens nur bis 17 oder 15 Uhr).

Also die Kinder stehen natürlich immer zu einer unglaublich frühen Zeit auf. Eigentlich immer vor 9 Uhr (für einen Nachtmenschen wie mich ist alles vor 9.30 Uhr unglaublich früh).
Dann stehe ich auch auf und mache ihnen Frühstück. Ich ziehe Nami noch Socken an und ein Bib (Lätzchen). Chopper hat hier schon die Verantwortung für sich selber übernommen (nicht vergessen: wir sind Unschooler :). Er will das selber machen, also darf er.

Ich bleibe auch noch solange, bis Nami auf der Toilette war (sie sagt dann immer "toilet") - sie ist ja seit 1 1/2 Wochen windelfrei (auch auf ihren Wunsch und inspiriert von Rabeneltern und anitz).

Sind alle diese Grundbedürfnisse gestillt, so - und jetzt bitte alle sorgsamen Eltern nicht weiterlesen - gehe ich wieder ins Bett und lausche was so passiert.
Wenn es die Kinder wünschen, lege ich mich bei ihnen im Wohnzimmer auf die Couch.
Dann geht es erst nach ihrem Frühstück für mich ins Bett.

Ich höre dann noch eine Weile hin, was sie so treiben. Merke ich dass sie harmonisch spielen, gehe ich ins Traumland :)
Merke ich dass sie sich ein bisschen streiten, warte ich noch etwas, bis sie eine Lösung gefunden haben (das klappt mittlerweile eigentlich immer innerhalb einer Minute).
Dann warte ich noch etwas und gehe dann ins Traumland.
Manchmal kommen sie aber auch gleich zu mir - und hier dürfen alle sorgsamen Eltern wieder weiterlesen - und wollen noch Kuscheln und eine Geschichte.
Wobei der Fokus bei mir immer auf einer Geschichte liegt.

Diese Woche waren die Lustigen Taschenbücher (Donald Duck, Micky Maus) ganz groß im Rennen.
Da lese ich dann eine Geschichte vor. Danach spielen die Kinder und ich gehe ins.... (wir alle wissen wohin).

Ich wache dann immer mal wieder auf und lese eine Geschichte vor. Um 13 Uhr gehen dann die Kinder ins Traumland (noch während ich vorlese) und ungefähr um 14-15 Uhr sind wir dann alle topfit.

Dann geht es raus, Nachbarn besuchen, Spielplätze verunsichern oder einfach nur vor dem Haus spielen und Ramba-Zamba machen.

Ich hoffe ihr seid nicht zu geschockt, von meinem Geständnis, aber von 9-14 Uhr bin ich ein recht müder Papa.
Dafür bin ich es bis 23 Uhr nicht. Ja, es dauert wirklich so lange, bis alle Gute-Nacht Geschichten erzählt, alle Cuddles gecuddelt, alle Sprünge gesprungen, alle Witze gewitzelt und alle Zähne geputzt - und Nami 10mal auf der "toilet" war :)
Chopper will dann immer, dass ich mich noch zu ihnen ins dunkle Schlafzimmer setze. Und dann unterhalten wir uns über Gott und die Welt, über den Tag und alles. Manchmal machen wir kleine Erzähl-Rollenspiele und manchmal singen wir (wie unter Amazing Grace erwähnt).
Manchmal ist es dann sogar schon nach 23 Uhr.

Nami wacht meistens nochmal um 4 Uhr auf - solange arbeite ich dann meistens - und will noch mal auf die "toilet".
Dann legt sich auch der Rabenvater glücklich und zufrieden ins Bett.

Gibt es eigentlich vom Gesetz vorgeschriebene MUSS-Schlafzeiten für Kinder. Nicht, dass mich dieser Blog-Eintrag mich schon strafbar macht, weil ich nicht ordentlich MAINSTREAME.

Freitag, 4. April 2008

Zuhause ohne Mama

(Mama)
Heute abend hat sich Chopper gewünscht, dass ich morgen (Samstag) auch wieder zum Praktikum gehen soll. Ich habe ihn gefragt, warum, und er sagte: weil dann die Nami mit mir spielt.
Es ist tatsächlich so: Nami weint sehr viel wenn ich da bin und stößt sich/fällt hin etc. Sie hat dann gar keine Energie, sich mit anderen Dingen oder Menschen zu beschäftigen. Also funktionert das gemeinsame Spielen auch nicht. Das ist wohl ganz anders, wenn ich weg bin.

Also habe ich Chopper versprochen, dass ich die beiden nicht störe, wenn sie spielen.

Und ich muss eine Lösung finden, die der Nami die Sicherheit gibt, die ihr anscheinend zur Zeit fehlt.

Studenten

(Mama)

Zur Zeit sitze ich wieder jeden Tag in einem Praktikum in der Uni. Diesmal geht es um verschiedene Mikroskope und Mikroskopiertechniken. Ich mache dieses Praktikum, weil es mich genervt hat, dass ich bisher ein Mikroskop nicht richtig einstellen konnte. Mein Ziel ist es, Mikroskope zu verstehen und sie mit Verständnis bedienen zu können.
Ich sitze mit 6 weiteren Studenten jeden Tag zusammen.

Ich zähle sie mal auf:
Nr.1: Total interessiert, versteht alles wirlich in der Tiefe, und wenn er was nicht versteht, fragt und liest er so lange, bis er es versteht.

Nr.2 /3/4/5: kann man zusammenfassen: Sie interessieren sich nicht im geringsten. Sie tun zwar so, so lange der Betreuer im Raum ist, aber sobald der weg ist, fangen die doch tatsächlich an, Kartenspiele (Poker, Karten) über Internet zu spielen. Und das macht nicht etwa jeder für sich. Nein, da rufen sie sich (LAUT!) irgendwelche Tips zu und wie ihr Spiel gerade verläuft etc. Schlimmer noch: Sie spielen zusammen, über Internet, gegen irgend jemanden im Netz. Da muss man sich natürlich koordinieren, und nein, das geht nicht in einer normalen Lautstärke, sondern muss eigentlich immer in Wirtshaus-Ton zugegröhlt werden.
Auch typisch für diese Gruppe ist, dass sie sich laut über ihre Erfahrungen bei der Bundeswehr auslassen. Der lauteste, dümmste, aktivste Mobber hat natürlich 2 Jahre gedient und ist Leutnant, und die anderen aus dieser Fraktion tun ihm möglichst alles nach.
Einer hat sogar während der Betreuer uns etwas erklärt hat, angefangen, Solitär am Computer zu spielen. Ich war erschüttert von so großer Respektlosigkeit.
Die Mitglieder dieser Gruppe verändern sich total wenn sie einen Vortrag halten. Dann wird ein ganz neuer Satz Gestik und Mimik aufgesetzt, die Sprache verwandelt sich, aber ein geübter Blick genügt: Die Veränderung ist nur äußerlich. Das Interesse ist immer noch 0.

Dann gibt es noch Nr 6, meine Gruppen-Partnerin, und die einzig andere Frau im Praktikum. Sie ist total frustriert zu Zeit, weil sie in ihrem Studium nicht die Zeit hat, die Dinge in der Tiefe zu lernen, die sie sich vorstellt. Aus dem ganzen Sozial-Gemetzel der restlichen Gruppe halten wir uns raus.

Nr.1 wird von den anderen Jungs (Männer sind das nun wirklich nicht...) gemobbt, wo es nur geht. Z.B. ist ja sein Gruppen-Partner immer nur damit beschäftigt, Spiele zu spielen. Wenn er das nicht macht, schreit er den anderen irgendwelche Tips zu deren Spiel zu. Nr.1 schreibt alle Protokolle, bereitet den gesamten Vortrag vor, erklärt seinem dummen Partner alles, obwohl der ihm gar nicht zuhört, etc. Er wird im Allgemeinen als "mein congenialer Partner" referenziert. "Wenn's ihm Spaß macht" ist auch noch ein häufiger Satz über ihn.

Vor ein paar Tagen hatte ich ein nettes Gespräch mit einem studierten marokkanischen Laser-Physiker, der jetzt in der Strahlenmedizin arbeitet (derzeit am CT). Der hat gesagt, dass er das nicht versteht, dass naturwissenschaftliche Promotionen so lange dauern (5 Jahre). In anderen Ländern dauert das nur 3 Jahre. Ich musste es ihm sagen: es ist auch nötig. Die Diplom-Biologen, die ich kenne (mit ein paar Ausnahmen) , haben in ihrem Studium nichts anderes gelernt, als sich "gebildet" auszudrücken, d.h. mit möglichst fremden Wörtern möglichst verschachtelte Sätze in einem möglichst nasalen Ton zu bilden. Diesen unnatürlichen Zustand halten sie auch nur über etwa 1-2 Stunden aus.
Als ich ihm dann gesagt habe, dass wir ja sowieso auswandern müssen, weil wir unsere Kinder nicht zur Schule schicken werden, hat er geantwortet: ja das ist wirklich eine gute Entscheidung. Für die Kinder und für die Doktorarbeit. :)

Donnerstag, 3. April 2008

Amazing Grace

(Papa)
Abends (also eher spät Abends) setze ich mich jetzt immer noch zu den Kindern ins Zimmer und erzähle was, oder wir sprechen über dies und das oder ich singe etwas vor.

Da ja Chopper vor ungefähr einer Woche Angst im Dunkeln bekam, hielt ich es für gut, ihm ein paar Heldengeschichten zu erzählen. Also habe ich mir Gustav Schwab ausgeliehen (Griechische Sagen) und lese Herkules durch, am Abend erzähle ich ihm dann immer aufbereitet ein Kapitel oder zwei.
Praktisch, dass Herkules gleich als kleines Baby gleich zwei Schlangen erwürgt.
An zwei Stellen überraschte er mich, mit seiner Merkfähigkeit. "Herkules, wie in dem Plum Buch sagte er" - nach langem Überlegen fiel es mir ein "Serafin - Lesen verboten" da ist der Plum und seine kleine Maus Herkules.
Beim nächsten Mal. Papa:"Wagen, das waren Kutschen ohne Dach" - Chopper:"Kutschen, wie in dem Maus Buch". Nach langem überlegen komme ich darauf, dass wir ja wirklich vor einem halben Jahr öfter das Buch "Die Maus - Autos" gelesen haben.
Ich war ganz schön überrascht.

Oft sprechen wir aber über dies und das. Das ist auch sehr schön.
Gestern aber haben sie sich immer wieder "Amazing Grace" gewünscht. Ein Lied das von jemanden handelt, der in einem besonderen Augenblick den Glauben fand.

Ich habe mir das so wundervoll vorgestellt, wenn man irgendwann auf einmal etwas erlebt oder sieht, dass man von da an, an Gott glaubt.
Ich muss zugeben mir ist das noch nicht passiert. Und ein Glaube an Gott fiele mir schwer. Aber das Lied hat mich doch zu Tränen gerührt. Und an manchen Stellen konnte ich gar nicht mehr weitersingen. Ich weiß noch, dass ich, als ich klein war den Text verzweifelt gesucht habe (es gab noch kein Internet) und irgendwann (als ich Weihnachten in der Kirche war) suchte ich das ganze Liederbuch ab, und schrieb es dann während des Gottesdienstes ab, lernte es auswendig und seitdem kann ich es.
Hier der Text für alle:
Amazing Grace, that beauty sound, that saved a wretch, like me.
I one was blind but now can see, was lost but now I'm found.

'T was grace, that taught, my heart, to fear, and grace, my heart, relieved.
How precious did, that grace appear, the moment, I first believed.

Leider waren in dem Liederbuch nur die ersten zwei Strophen :)

Auswendig lernen in der Schule konnte ich nie, und wollte ich auch nie. Ich habe immer mit meinem Herzen gelernt, und während ich jedes Gedicht in Deutsch versiebte, kann ich doch so viele Lieder "by heart" oder "par coeur".

Entwicklung des Vorlesestoffs

Ich wollte nur einen kurzen Abriss der Entwicklung des Vorlesestoffes vom Chopper geben. Er ist eigentlich recht ähnlich zu meinem Lesestoff damals, als ich aber schon in der Schule war.

Bilderbücher
Petzi
Schlümpfe
LTB - Lustige Taschenbücher (Donald Duck)

(Eine komplette Liste habe ich auch, kann ich bei Bedarf zuschicken)

Lesen III und Schreiben

(Papa)
Wir machen jetzt fast jeden Abend eine mehr oder weniger lange Liste von Wörtern.
Erst sagt Chopper mir ein Wort, ich versuche das dann zu schreiben. Er liest mir dann vor, was ich geschrieben habe, und umso kläglicher ich gescheitert bin, desto mehr lachen wir beide.
In der Bibliothek habe ich jetzt endlich ein Buch gefunden, dass Choppers Lesefähigkeiten von der "Passung" her optimal entspricht. Es heißt: Mein erstes Bilderlexikon von A - Z (von Oliver Regener). Es sind alle Wörter in Großbuchstaben geschrieben, außer die Artikel (also der, die, das).
Ein paar kleine Fehler hat das Buch zwar noch:
-Die Schriftgröße sollte schon etwas größer sein (Besonders wegen diesem Punkt benütze ich das Buch selten, denn wenn er sich anstrengen muss um die Buchstaben zu erkennen, dann kann sich das vielleicht negativ auf seine Augen auswirken).
-Bei dem Buchstaben S stehen viele Wörter wie Stift drinnen (das bedeutet man muss sie Schtift lesen, und das ist ja schon fortgeschritten)
-Viele Wörter haben CH und SCH drinnen, und das ist auch schon fortgeschritten.

Sonst sind es aber gute Bildchen mit der jeweiligen Bezeichnung. Auch ein Vulkan, und so vergeht kein Tag an dem Chopper nicht den Vulkan sucht und dann sofort zur Tafel eilt und VULKAN schreiben will (heute: LNVUKA, das L kommt bei allen Wörter immer erst nachträglich rein, sehr komisch) .
MAMA kann er mittlerweile komplett selber ohne Hilfe. MAGMA mag er auch gerne. Und ich muss immer SCHWARZSCHLÜMPFE UND BLAUSCHLÜMPFE und NAGNAG schreiben.
Mittlerweile fängt er auch an spontan Aufschriften zu lesen, was einen manchmal recht verwirrt, wenn er mit irgendeinem Wort anfängt, und man weiß nicht: wo kommt das her? was meint er?


Als ich letztes Mal Nami eine Geschichte vorgelesen habe, hat sie lange andächtig zugehört und irgendwann mitten ins Buch gezeigt und gesagt "H".
Ich war überrascht. Es macht wohl viel aus, dass der große Bruder lesen lernt.

Sonntag, 30. März 2008

Sozialisation

(Mama)

Heute war anscheinend Social Sunday bei uns. Und es zeigte sich mal wieder: Der Kindergarten kann es nicht sein, der Kinder zu sozialen Mitgliedern der Gesellschaft machen, die die Fähigkeit besitzen, mit anderen Menschen zurechtkommen.
Vormittags auf dem Spielplatz: Mit dem anderen Kind dort gespielt, den Chopper und Nami vorher einmal kurz in der Tür gesehen haben. Großes Sand-Bewegungs (Erdbewegungs) Projekt gestartet.
Nachmittags bei noch nie besuchten Nachbarn: Chopper verschwindet mit der 5-fast 6 jährigen in ihr Zimmer (mit der er noch nie vorher gespielt hat, wir sind ja im Winter hergezogen, da waren nicht viele Kontakte zu schließen). Die beiden spielten zusammen, und Chopper kam nicht mal auf die Idee, zu fragen, ob ich mitkomme. Von dem, was ich gehört habe, hatten die beiden richtig Spaß zusammen.

Und Nami sagt jedem Passanten/Hund hallo.

So viel zur fehlenden Sozialisation von home- bzw. unschooler Kindern.
Was können wir denn dafür, dass Kinder im Allgemeinen unter der Woche nicht zuhause sind, sondern eingepfercht in den zahlreichen Bildungsanstalten das Leben verlernen? Sonst wär hier auch Mo-Di-Mi-Do-Fr was los in der Straße, und es käme gar nicht zu solchen Gesprächen (wie heute):
Ich: Wir machen Do immer großen Kindertag, und alle Kinder sind willkommen. Wollt ihr eure mal vorbei schicken?
Eltern: Ach Do? Schade, da hat A ihren langen Tag in der Schule, und Kochkurs danach. Sie kommt erst um 17.30 nachhause. Und B ist auch erst um 16.00 da. Mo wäre bei uns aber gut! Da sind die Kinder schon um 15.00 da.
Ich: Mo ist Kindertag bei der anderen Familie (der Familie vom Lysop), aber da kann ich leider keine Leute dazu einladen.

Vielleicht schaffen wir es ja, die Termine umzuschichten. Dann können die vielleicht auch kommen. Das ist nämlich eine wirklich nette und sympatische Familie.

Lesen II

(Mama)

Chopper kann ja jetzt lesen. Was ich aber sehr interessant finde, ist dass es ihn erst in den letzten Tagen angefangen hat zu beschäftigen. Das heißt, er sitzt jetzt ganz oft z.B. auf der Toilette und untersucht Wörter, indem er sie Buchstabe für Buchstabe ausspricht. Er erklärt mir auch, dass wenn er z.B. M-A-S schreibt, es dann Mas heißt, und nicht Maus, denn Maus wäre M-A-U-S. Und so weiter.
Schreiben scheint ihm eine große Befriedigung zu geben: Heute, nachdem er lange bei Nachbarn gespielt hatte, kam er gar nicht mehr dazu, zuhause angekommen, sich die Schuhe aus zu ziehen. Allergrößte Priorität hatte für ihn, die Tafel, (die bei uns am Eingang hängt), ganz voll zu schreiben. Das ist ungefähr ein Quadratmeter (aber er hat auch eine große Schrift...) . Die ersten Zeilen waren nur Buchstaben und ab der Hälfte ungefähr kamen Wörter. Über das Wort KULMIN hat er sich besonders gefreut. Er hatte es KOMAN geschrieben, ganz ohne Hilfe. Es war auch seine eigene Idee, wir haben noch nie mit ihm das Wort Kulmin geschrieben.
Ich bin begeistert: Er hat eine Fähigkeit gelernt, und arbeitet selber daran, diese Fähigkeit auszubauen. Er hat eine Vorstellung und den Wunsch, sie zu verwirklichen, also geht er hin und verwirklicht sie mit seiner neuen Fähigkeit.
Wozu sollte dieser kleine Mensch Schullehrer nötig haben???!!!

Donnerstag, 27. März 2008

Chopper liest. OLÉ!!

(Papa)

Es ist geschafft. Chopper liest.
Gestern habe ich seinen Zugang gefunden.
Das Spiel geht folgendermaßen:
Er wünscht sich ein Wort. Z.B. MAUS.
Dann fange ich an zu schreiben, natürlich schreibe ich immer irgendein anderes Wort. Er muss es mir dann vorlesen. Und mir sagen, was es bedeutet und ob ich es geschafft habe MAUS zu schreiben. Wenn ich es nicht geschafft habe, MAUS zu schreiben, bin ich ganz traurig (dann lacht er sich kaputt, wenn ich immer Schniefi, Schneuf sage) er kann mich dann trösten, wenn er mir sagt, ob es wenigstens Piepst oder irgendwie nahe dran ist an der MAUS.
Hier nun die Liste, die wir gespielt haben:
LAUS
DAUS
ZAUS
RAUS
HAUS
GEL
QUALE
BONG
BONG
BUM
ENTE
BING
OR (also Ohr)
NASE
MUND
AUS
AUGE
HARE
HUND
(dann hat er es versucht MAS)
LAUS
ZUG
KATZE
KAM
KAT (also Katze auf Englisch)
AUTO
KAT
HOSE
LIPE
SOFA (hier hatte er die nächste Stufe erreicht, er sagte jetzt nicht mehr die einzelnen Buchstaben und verband sie dann im Nachhinein, sondern sagte gleich: "SSOOFFA, Sofa" -Also band die einzelnen Buchstaben sofort zusammen)
LAMPE
WAND
WUF
HEMD
RAUPE
RASEN
ZEBRA
AFE
OMA (hier ist er müde geworden)
MAUS
JA!!!!!

Ist das jetzt schon Manipulation zum Lernen im Erzieherischen Sinne, oder ist das noch freies Spiel. Ich habe mich das heute gefragt. Aber da es ihm Freude gemacht hat, und ich sofort das Spiel gewechselt hätte, wenn es das nicht gemacht hätte, dann ist das wohl ein Spiel.


--
Zusätzlich schreibt er jetzt auch immer die Tafel voll von Wörtern. Er versucht sich immer an MAUS, OMA, MAMA, PAPA. Einen Tag klappt es gut, beim anderen fehlen viele Buchstaben, die Richtung ist kreuz und quer.
Aber lustig ist es für uns alle.

Sprachtrainer II

(Papa)
Mit dem Sprachtrainer komme ich super voran. Ich lerne schon fleißig Japanisch damit (sogar jetzt während ich schreibe).
Letztens habe ich wieder einen gefunden AZ1-6, oder so. Wird beschrieben als neuartiger Sprachtrainer. Wurde entwickelt von einem Professor, seiner Tochter und ihren 2 Hunden.
Ich denk mir: "Wow, cool! Nichts wie hin. Neue Ideen holen. Wenn 2 Hunde mitentwickelt haben, dann hat die Software bestimmt Biss."
Und was war ? Es war der alte Karteikasten, der vor 100 Jahren "erfunden" wurde. Kultusminister! Was hast Du den Menschen angetan ? Ihre Kreativität ist ausgelöscht ! Oder ist der Mensch von Geburt an unkreativ und langweilig. Und wenn er Glück hat, liest er mal das richtige Buch oder trifft den richtigen Menschen. Das wäre mal eine Untersuchung wert.
Die Frage: "Ist der Mensch von Geburt an Böse oder Gut", wird doch langsam ausgenudelt.
"Ist der Mensch langweilig und ideenlos, oder wird er das erst durch Erziehung".

Echte Bildung, so wie ich sie kenne, kann solche Gehirnzombies nicht verursachen. Auch nicht das Fernsehen (der Professor und seine Tochter sind der Beweis - denn in Professoren-Haushalten wird nicht viel Fernsehen geschaut). Was ist es dann. KulMini bist Du das ?
Klaust Du den Menschen die Fantasie ? Was machst Du mit der Fantasie ? Frisst Du sie ?

Nami, die Todesmutige

Schwerkraft. Das stört Kinder manchmal irgendwie gar nicht. Die eigentliche Frage, die sie sich manchmal stellen ist: Wie weit kann ich mich auf einem Hocker nach vorne beugen, bis ich mit dem Kopf voraus den Fließen entgegensegele ?
Bang. Wie oft hab ich meine Tochter schon irgendwo gefangen ? Um unsere Couch alleine, liegen schon 2m² Kissen. Windelfrei mit knapp 2, aber gegen jeden Pfosten rennen. Ich kann das nicht glauben. Kennt ihr das ?
Ich mach mit ihr jetzt schon immer Seh-und Suchspiele. Vielleicht sieht sie ja nicht einwandfrei, denke ich mir. Aber nein, das scheint zu passen.

Das war Ostermontag. Mittlerweile sieht ihr Gesicht schon wieder gut aus und sie hatte keine Symptome einer Gehirnerschütterung. Wir sind extra bis fast 4 Uhr Nachts aufgeblieben und haben gewacht. Dann hat die Mama sie zu sich genommen.

Jetzt ist wieder alles OK. Nami, Nami, kuck nach vorn !

Mittwoch, 26. März 2008

Die Spülmaschine ist kaputt

Freitag ging die Spülmaschine kaputt. Sie zählte nicht mehr auf 0 herunter und pumpte das Wasser auch nicht mehr ab.
Wir reparierten sie dann noch bis spät in die Nacht (nur provisorisch). Der Filter war verstopft und anscheinend auch die Abflussleitung. Insgesamt waren wir noch bis 4 Uhr nachts wach (mit Test-Spülgang :).
Ich dachte damals, ich kaufe mir einfach die teuerste von Siemens und wir leben Sorgen- und Spülfrei. Ha! Denkste!

Zusätzlich ist das Wetter noch eiskalt geworden. Schnee !!

Und die Weltwirtschaft droht zu kollabieren, sieht echt toll aus mein (eigentlich) konservatives Aktiendepot.

Und die Mieter von meiner Wohnung zahlen nicht. Aaaah.

Also, wie jeder sehen kann. Auch Homeschooler haben Probleme.
Also mein Aktionsplan für das nächste Monat: Spülmaschine reparieren. Mieter fristlos kündigen. Mit Wärmflasche ins Bett.