Chopper liest jetzt auch Kleinbuchstaben. Eigentlich wollte ich ja die Kleinbuchstaben vor ihm verheimlichen (warum hab ich schon weiter oben geschrieben) - jedoch kann man wohl einen Menschen nicht unwissend halten (außer er war... na, ihr wisst schon wo).
Wie lernte er jetzt die Kleinbuchstaben, nachdem ich mich ja weigerte das Computerprogramm zu erweitern und sie auch nicht mit ihm übte (so wie mit den Großbuchstaben) ?
Jeden Tag ging er immer wieder zur Tafel und fragte: "Wie geht ein kleines H ?" - "Wie geht ein kleines D?" - "Wie geht ein kleines E" und so weiter.
Ich malte dann immer den Groß- und den Kleinbuchstaben daneben. Ich finde b und d und B und D übrigens sehr verwirrend (das wäre doch mal eine gute Reform - neue Kleinbuchstaben:)
Er fragte immer wieder und irgendwann hatte er dann fast alle.
Dann las er immer wieder irgendwelche Aufschriften und die restlichen ergänzten sich ja - die meisten sehen ja aus wie ihre Großbuchstaben Äquivalente.
Jetzt spielte er gerade Lollipop und die Schlaumäuse (mir gefällt das Spiel überhaupt nicht - einmal ist es von Microsoft - und zum anderen kommt man in dem Spiel durch ausprobieren und raten schneller ans Ziel (und manchmal sogar sicherer) - es ist damit bestimmt eine optimale Ihr-Wisst-Schon-Was-Vorbereitung:)
Auf jeden Fall las er dort jetzt alle Wörter, Klein- und Großbuchstaben wechseln sich dort ab.
Was mir immer noch Sorgen macht ist sein Ch, Sch, S, das sich alles gleich anhört. Gottseidank ist eine Freundin von der Mama Logopädin (und jetzt bald mit dem Studium fertig).
Hat sonst jemand Tipps ? Seine "Rechtschreibung" leidet nämlich darunter (keine Angst - als guter Unschooler verbessere ich ihn natürlich nicht - Rechtschreibung kommt automatisch mit dem Lesen).
Ich freue mich nur mit ihm, ich höre ihm genau zu, und ich helfe ihm, wenn er Hilfe verlangt.
--
Eine kleine Abschlussbemerkung: es scheint mir so, als wäre ihm Schreiben wichtiger als Lesen. Er macht es mehr und automatischer, und manchmal, wenn er auf der Toilette sitzt, oder sich unbeobachtet fühlt, buchstabierte er Wörter vor sich hin (das macht er auch beim Schreiben so).
Kennt dieses Phänomen jemand? Ich dachte immer, Lesen wäre interessant und Schreiben nur lästige Arbeit.
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Donnerstag, 17. April 2008
Donnerstag, 3. April 2008
Lesen III und Schreiben
(Papa)
Wir machen jetzt fast jeden Abend eine mehr oder weniger lange Liste von Wörtern.
Erst sagt Chopper mir ein Wort, ich versuche das dann zu schreiben. Er liest mir dann vor, was ich geschrieben habe, und umso kläglicher ich gescheitert bin, desto mehr lachen wir beide.
In der Bibliothek habe ich jetzt endlich ein Buch gefunden, dass Choppers Lesefähigkeiten von der "Passung" her optimal entspricht. Es heißt: Mein erstes Bilderlexikon von A - Z (von Oliver Regener). Es sind alle Wörter in Großbuchstaben geschrieben, außer die Artikel (also der, die, das).
Ein paar kleine Fehler hat das Buch zwar noch:
-Die Schriftgröße sollte schon etwas größer sein (Besonders wegen diesem Punkt benütze ich das Buch selten, denn wenn er sich anstrengen muss um die Buchstaben zu erkennen, dann kann sich das vielleicht negativ auf seine Augen auswirken).
-Bei dem Buchstaben S stehen viele Wörter wie Stift drinnen (das bedeutet man muss sie Schtift lesen, und das ist ja schon fortgeschritten)
-Viele Wörter haben CH und SCH drinnen, und das ist auch schon fortgeschritten.
Sonst sind es aber gute Bildchen mit der jeweiligen Bezeichnung. Auch ein Vulkan, und so vergeht kein Tag an dem Chopper nicht den Vulkan sucht und dann sofort zur Tafel eilt und VULKAN schreiben will (heute: LNVUKA, das L kommt bei allen Wörter immer erst nachträglich rein, sehr komisch) .
MAMA kann er mittlerweile komplett selber ohne Hilfe. MAGMA mag er auch gerne. Und ich muss immer SCHWARZSCHLÜMPFE UND BLAUSCHLÜMPFE und NAGNAG schreiben.
Mittlerweile fängt er auch an spontan Aufschriften zu lesen, was einen manchmal recht verwirrt, wenn er mit irgendeinem Wort anfängt, und man weiß nicht: wo kommt das her? was meint er?
Als ich letztes Mal Nami eine Geschichte vorgelesen habe, hat sie lange andächtig zugehört und irgendwann mitten ins Buch gezeigt und gesagt "H".
Ich war überrascht. Es macht wohl viel aus, dass der große Bruder lesen lernt.
Wir machen jetzt fast jeden Abend eine mehr oder weniger lange Liste von Wörtern.
Erst sagt Chopper mir ein Wort, ich versuche das dann zu schreiben. Er liest mir dann vor, was ich geschrieben habe, und umso kläglicher ich gescheitert bin, desto mehr lachen wir beide.
In der Bibliothek habe ich jetzt endlich ein Buch gefunden, dass Choppers Lesefähigkeiten von der "Passung" her optimal entspricht. Es heißt: Mein erstes Bilderlexikon von A - Z (von Oliver Regener). Es sind alle Wörter in Großbuchstaben geschrieben, außer die Artikel (also der, die, das).
Ein paar kleine Fehler hat das Buch zwar noch:
-Die Schriftgröße sollte schon etwas größer sein (Besonders wegen diesem Punkt benütze ich das Buch selten, denn wenn er sich anstrengen muss um die Buchstaben zu erkennen, dann kann sich das vielleicht negativ auf seine Augen auswirken).
-Bei dem Buchstaben S stehen viele Wörter wie Stift drinnen (das bedeutet man muss sie Schtift lesen, und das ist ja schon fortgeschritten)
-Viele Wörter haben CH und SCH drinnen, und das ist auch schon fortgeschritten.
Sonst sind es aber gute Bildchen mit der jeweiligen Bezeichnung. Auch ein Vulkan, und so vergeht kein Tag an dem Chopper nicht den Vulkan sucht und dann sofort zur Tafel eilt und VULKAN schreiben will (heute: LNVUKA, das L kommt bei allen Wörter immer erst nachträglich rein, sehr komisch) .
MAMA kann er mittlerweile komplett selber ohne Hilfe. MAGMA mag er auch gerne. Und ich muss immer SCHWARZSCHLÜMPFE UND BLAUSCHLÜMPFE und NAGNAG schreiben.
Mittlerweile fängt er auch an spontan Aufschriften zu lesen, was einen manchmal recht verwirrt, wenn er mit irgendeinem Wort anfängt, und man weiß nicht: wo kommt das her? was meint er?
Als ich letztes Mal Nami eine Geschichte vorgelesen habe, hat sie lange andächtig zugehört und irgendwann mitten ins Buch gezeigt und gesagt "H".
Ich war überrascht. Es macht wohl viel aus, dass der große Bruder lesen lernt.
Donnerstag, 27. März 2008
Chopper liest. OLÉ!!
(Papa)
Es ist geschafft. Chopper liest.
Gestern habe ich seinen Zugang gefunden.
Das Spiel geht folgendermaßen:
Er wünscht sich ein Wort. Z.B. MAUS.
Dann fange ich an zu schreiben, natürlich schreibe ich immer irgendein anderes Wort. Er muss es mir dann vorlesen. Und mir sagen, was es bedeutet und ob ich es geschafft habe MAUS zu schreiben. Wenn ich es nicht geschafft habe, MAUS zu schreiben, bin ich ganz traurig (dann lacht er sich kaputt, wenn ich immer Schniefi, Schneuf sage) er kann mich dann trösten, wenn er mir sagt, ob es wenigstens Piepst oder irgendwie nahe dran ist an der MAUS.
Hier nun die Liste, die wir gespielt haben:
LAUS
DAUS
ZAUS
RAUS
HAUS
GEL
QUALE
BONG
BONG
BUM
ENTE
BING
OR (also Ohr)
NASE
MUND
AUS
AUGE
HARE
HUND
(dann hat er es versucht MAS)
LAUS
ZUG
KATZE
KAM
KAT (also Katze auf Englisch)
AUTO
KAT
HOSE
LIPE
SOFA (hier hatte er die nächste Stufe erreicht, er sagte jetzt nicht mehr die einzelnen Buchstaben und verband sie dann im Nachhinein, sondern sagte gleich: "SSOOFFA, Sofa" -Also band die einzelnen Buchstaben sofort zusammen)
LAMPE
WAND
WUF
HEMD
RAUPE
RASEN
ZEBRA
AFE
OMA (hier ist er müde geworden)
MAUS
JA!!!!!
Ist das jetzt schon Manipulation zum Lernen im Erzieherischen Sinne, oder ist das noch freies Spiel. Ich habe mich das heute gefragt. Aber da es ihm Freude gemacht hat, und ich sofort das Spiel gewechselt hätte, wenn es das nicht gemacht hätte, dann ist das wohl ein Spiel.
--
Zusätzlich schreibt er jetzt auch immer die Tafel voll von Wörtern. Er versucht sich immer an MAUS, OMA, MAMA, PAPA. Einen Tag klappt es gut, beim anderen fehlen viele Buchstaben, die Richtung ist kreuz und quer.
Aber lustig ist es für uns alle.
Es ist geschafft. Chopper liest.
Gestern habe ich seinen Zugang gefunden.
Das Spiel geht folgendermaßen:
Er wünscht sich ein Wort. Z.B. MAUS.
Dann fange ich an zu schreiben, natürlich schreibe ich immer irgendein anderes Wort. Er muss es mir dann vorlesen. Und mir sagen, was es bedeutet und ob ich es geschafft habe MAUS zu schreiben. Wenn ich es nicht geschafft habe, MAUS zu schreiben, bin ich ganz traurig (dann lacht er sich kaputt, wenn ich immer Schniefi, Schneuf sage) er kann mich dann trösten, wenn er mir sagt, ob es wenigstens Piepst oder irgendwie nahe dran ist an der MAUS.
Hier nun die Liste, die wir gespielt haben:
LAUS
DAUS
ZAUS
RAUS
HAUS
GEL
QUALE
BONG
BONG
BUM
ENTE
BING
OR (also Ohr)
NASE
MUND
AUS
AUGE
HARE
HUND
(dann hat er es versucht MAS)
LAUS
ZUG
KATZE
KAM
KAT (also Katze auf Englisch)
AUTO
KAT
HOSE
LIPE
SOFA (hier hatte er die nächste Stufe erreicht, er sagte jetzt nicht mehr die einzelnen Buchstaben und verband sie dann im Nachhinein, sondern sagte gleich: "SSOOFFA, Sofa" -Also band die einzelnen Buchstaben sofort zusammen)
LAMPE
WAND
WUF
HEMD
RAUPE
RASEN
ZEBRA
AFE
OMA (hier ist er müde geworden)
MAUS
JA!!!!!
Ist das jetzt schon Manipulation zum Lernen im Erzieherischen Sinne, oder ist das noch freies Spiel. Ich habe mich das heute gefragt. Aber da es ihm Freude gemacht hat, und ich sofort das Spiel gewechselt hätte, wenn es das nicht gemacht hätte, dann ist das wohl ein Spiel.
--
Zusätzlich schreibt er jetzt auch immer die Tafel voll von Wörtern. Er versucht sich immer an MAUS, OMA, MAMA, PAPA. Einen Tag klappt es gut, beim anderen fehlen viele Buchstaben, die Richtung ist kreuz und quer.
Aber lustig ist es für uns alle.
Mittwoch, 26. März 2008
Schreiben und Lesen
Der geneigte Leser weiß ja inzwischen: Chopper kann schon alle Großbuchstaben.
Vor ein paar Tagen (am Donnerstag um genau zu sein) schrieb er auf einmal auf die Tafel ein paar Buchstaben. Und dann mit ein bisschen Hilfe (wir halfen ihm immer herauszufinden, was der nächste Buchstabe war) schrieb er: MAMA, PAPA, NAMI, LYSOP (also eigentlich der Name des Nachbarkindes).
Bis heute hat er das gesteigert auf: MIAU (ganz selber geschrieben), PAPA, MAMA, SCHLUMPF, ENTE, MAUS und ein ganz langes Wort ELEFANT. Bei Elefant hatte er wohl dann auch verstanden, wie er den nächsten Buchstaben selber herausfindet (Trefferquote von 40 %).
Eine ganz interessante Beobachtung ist: Nachdem er die Buchstaben alle geschrieben hat. Malt er immer ihr "Innenleben". Also ihre "Innereien". Für ihn sind diese Buchstaben wohl Lebewesen. Hat jemand so etwas schon mal beobachtet ? Es würde mich interessieren.
Gelesen hat er am Samstag die Worte: WASSER, WUNDER, TÜTE(es war vor einer Eisdiele:)
Vor ein paar Tagen (am Donnerstag um genau zu sein) schrieb er auf einmal auf die Tafel ein paar Buchstaben. Und dann mit ein bisschen Hilfe (wir halfen ihm immer herauszufinden, was der nächste Buchstabe war) schrieb er: MAMA, PAPA, NAMI, LYSOP (also eigentlich der Name des Nachbarkindes).
Bis heute hat er das gesteigert auf: MIAU (ganz selber geschrieben), PAPA, MAMA, SCHLUMPF, ENTE, MAUS und ein ganz langes Wort ELEFANT. Bei Elefant hatte er wohl dann auch verstanden, wie er den nächsten Buchstaben selber herausfindet (Trefferquote von 40 %).
Eine ganz interessante Beobachtung ist: Nachdem er die Buchstaben alle geschrieben hat. Malt er immer ihr "Innenleben". Also ihre "Innereien". Für ihn sind diese Buchstaben wohl Lebewesen. Hat jemand so etwas schon mal beobachtet ? Es würde mich interessieren.
Gelesen hat er am Samstag die Worte: WASSER, WUNDER, TÜTE(es war vor einer Eisdiele:)
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