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Sonntag, 6. April 2008

Selbständigkeit - eine Woche mit dem Rabenvater

(Papa)
Wahrscheinlich oute ich mich jetzt ein für alle mal als Rabenvater, aber ich will mal erzählen wie es letzte Woche so war, als Mama im Praktikum war (meistens nur bis 17 oder 15 Uhr).

Also die Kinder stehen natürlich immer zu einer unglaublich frühen Zeit auf. Eigentlich immer vor 9 Uhr (für einen Nachtmenschen wie mich ist alles vor 9.30 Uhr unglaublich früh).
Dann stehe ich auch auf und mache ihnen Frühstück. Ich ziehe Nami noch Socken an und ein Bib (Lätzchen). Chopper hat hier schon die Verantwortung für sich selber übernommen (nicht vergessen: wir sind Unschooler :). Er will das selber machen, also darf er.

Ich bleibe auch noch solange, bis Nami auf der Toilette war (sie sagt dann immer "toilet") - sie ist ja seit 1 1/2 Wochen windelfrei (auch auf ihren Wunsch und inspiriert von Rabeneltern und anitz).

Sind alle diese Grundbedürfnisse gestillt, so - und jetzt bitte alle sorgsamen Eltern nicht weiterlesen - gehe ich wieder ins Bett und lausche was so passiert.
Wenn es die Kinder wünschen, lege ich mich bei ihnen im Wohnzimmer auf die Couch.
Dann geht es erst nach ihrem Frühstück für mich ins Bett.

Ich höre dann noch eine Weile hin, was sie so treiben. Merke ich dass sie harmonisch spielen, gehe ich ins Traumland :)
Merke ich dass sie sich ein bisschen streiten, warte ich noch etwas, bis sie eine Lösung gefunden haben (das klappt mittlerweile eigentlich immer innerhalb einer Minute).
Dann warte ich noch etwas und gehe dann ins Traumland.
Manchmal kommen sie aber auch gleich zu mir - und hier dürfen alle sorgsamen Eltern wieder weiterlesen - und wollen noch Kuscheln und eine Geschichte.
Wobei der Fokus bei mir immer auf einer Geschichte liegt.

Diese Woche waren die Lustigen Taschenbücher (Donald Duck, Micky Maus) ganz groß im Rennen.
Da lese ich dann eine Geschichte vor. Danach spielen die Kinder und ich gehe ins.... (wir alle wissen wohin).

Ich wache dann immer mal wieder auf und lese eine Geschichte vor. Um 13 Uhr gehen dann die Kinder ins Traumland (noch während ich vorlese) und ungefähr um 14-15 Uhr sind wir dann alle topfit.

Dann geht es raus, Nachbarn besuchen, Spielplätze verunsichern oder einfach nur vor dem Haus spielen und Ramba-Zamba machen.

Ich hoffe ihr seid nicht zu geschockt, von meinem Geständnis, aber von 9-14 Uhr bin ich ein recht müder Papa.
Dafür bin ich es bis 23 Uhr nicht. Ja, es dauert wirklich so lange, bis alle Gute-Nacht Geschichten erzählt, alle Cuddles gecuddelt, alle Sprünge gesprungen, alle Witze gewitzelt und alle Zähne geputzt - und Nami 10mal auf der "toilet" war :)
Chopper will dann immer, dass ich mich noch zu ihnen ins dunkle Schlafzimmer setze. Und dann unterhalten wir uns über Gott und die Welt, über den Tag und alles. Manchmal machen wir kleine Erzähl-Rollenspiele und manchmal singen wir (wie unter Amazing Grace erwähnt).
Manchmal ist es dann sogar schon nach 23 Uhr.

Nami wacht meistens nochmal um 4 Uhr auf - solange arbeite ich dann meistens - und will noch mal auf die "toilet".
Dann legt sich auch der Rabenvater glücklich und zufrieden ins Bett.

Gibt es eigentlich vom Gesetz vorgeschriebene MUSS-Schlafzeiten für Kinder. Nicht, dass mich dieser Blog-Eintrag mich schon strafbar macht, weil ich nicht ordentlich MAINSTREAME.

Montag, 3. März 2008

Freiheit !! für MIIIICH !!!!!

Richi stieg heute auf unsere Kommode (keiner wagt etwas auf sein Rednerpodest zu legen) und verkündete:
Freiheit !!! für mich !!!!!
Katrin, die da war um die beiden abzuholen (Montag sind Charisma und Richi bei unseren Nachbarn, Donnerstags ist ihr Kind bei uns), und ich, wir lachten beide los.
Es war super. Richi lachte dann auch und hopste wild auf der Kommode herum.
Als er noch kleiner war, habe ich ihn im Auto immer abgeschnallt und dabei gerufen: "Freiheit für die Babys" - vielleicht hat er es daher.
Dann wollte er nicht mit und blieb also bei Mama und Papa (diese arbeiteten aber). Er hat dann 3 Stunden lang in Schlumpf-Comics geblättert und laut vorgelesen (er kann noch nicht wirklich lesen), dann mit Schlümpfen gespielt, Hula-Hupp getanzt. Wort-Karten gelegt bis er das Wort MU hatte, usw.
Irgendwann wurde es ihm dann langweilig (oder die Charisma hat ihm gefehlt) und er ist rüber zur Nachbarin.
Am Abend war es dann noch ein bisschen schwierig (immer, wenn er den ganzen Tag nicht geschlafen hat, wird er leicht "labil") und beim Schlümpfe schauen, sind dann beide eingeschlafen.
Heute haben wir das Buch "Der Sonnenblumen-Mann (van Gogh)" gelesen. Und mitten drinnen hat er das Zimmer van Goghs wiedererkannt und in dem Kunstbuch: "Schau genau - Meisterwerke für Entdecker" gefunden.